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Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 14/2021



Aktuelles
Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl

Seit Anfang September ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zur Bundestagswahl am 26.9.2021 freigeschaltet. 40 Parteien, die zur Bundestagswahl mit mindestens einer Landesliste antreten, werden dabei mit ihren Positionen vorgestellt. Hintergründe und neue Aspekte, werden auf der Homepage der bpb erklärt.

Wahl-o-Mat zur Bundestagswahl



Aktuelles
Informationen zur Bundestagswahl

Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl. Über die Homepage der LZT können dazu zwei Broschüren der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) "Bundestagswahl 2021. Das Heft in einfacher Sprache" und "Info-aktuell. Bundestagswahl 2021" bestellt werden.

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Aktuelles YouTube-Video
Vor 80 Jahren – Beginn der Leningrader Blockade (8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944)

Vor 80 Jahren, am 8. September 1941, schloss die Wehrmacht den Belagerungsring um Leningrad – Auftakt einer Blockade, die 871 Tage andauerte. Es waren fast 900 Tage voller Hunger und Kälte. Doch Hitler wollte die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion nicht erobern. Er wollte die Menschen in Leningrad systematisch verhungern lassen. Am Ende waren mehr als eine Million der dreieinhalb Millionen Bewohnerinnen und Bewohner im deutschen Kessel zugrunde gegangen. Die Einschließung von Leningrad mit dem Ziel, die Bewohner dieser Großstadt systematisch verhungern zu lassen, wird am Ende des Krieges eines der eklatantesten Kriegsverbrechen der Wehrmacht sein.
Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Uni Jena), Vorsitzender der Stiftung Ettersberg und Autor des Standardwerks "Das belagerte Leningrad 1941 bis 1944“" stellt die Belagerung Leningrads in den Kontext der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

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Veranstaltung
Gedenkkonzerte zu Daniil Charms in Ilmenau und Nordhausen am 24./25. September

Zu den Opfern der Leningrader Blockade gehört auch Daniil Charms. Er stirbt nach Denunziation und Inhaftierung 1942 im Leningrader Kresty-Gefängnis während der deutschen Blockade.  Charms  war ein vielseitiger Künstler, der sich gegen das Konventionelle und den Staat aufgelehnt hat. Erst die  Perestrojka ermöglichte 1988 die erste Ausgabe von Charms’ Werk auf sowjetischem Boden, unter dem Titel Flug in den Himmel.

Der in Moskau aufgewachsene Pianist Simon Nabatov, mittlerweile in Köln lebend und amerikanischer Staatsbürger, hat sich in mehreren, viel beachteten Projekten mit der Literatur von Michail Bulgakow, Joseph Brodsky, Isaak Babel und Daniil Charms auseinander gesetzt, bei denen die Texte kongenial von Phil Minton interpretiert werden. Wir freuen uns auf eine einzigartige Verbindung von Jazz & Poesie. Diese Veranstaltungen finden in Kooperation mit den Jazzclubs Ilmenau am 24. September und Nordhausen am 25. September statt.



Neu in unserer Reihe "Die Geschichte hinter dem Bild"
9/11 – Der 11. September 2001

Die aktuelle Publikation der LZT aus der Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“ von Michael Butter und Birte Christ widmet sich dem Terroranschlägen vom 11. September vor 20 Jahren. Die Broschüre kann über die Homepage der LZT bestellt werden.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 produzierten Bilder von enormer symbolischer Bedeutung und hatten nachhaltigen Einfluss auf die Weltpolitik. Das Heft zeichnet detailliert die Ereignisse dieses Tages nach und skizziert die unmittelbaren und längerfristigen Folgen für die USA, die arabische Welt und Afghanistan sowie Deutschland und Europa. Es zeigt, wie der „war on terror“ die Politik der USA für fast ein Jahrzehnt dominierte und das Selbstverständnis des Landes als Kraft des Guten nachhaltig erschütterte. Für die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner verloren die Anschläge und ihre Folgen danach zwar an Wichtigkeit, in vielen anderen Ländern jedoch bestimmen die Folgen der Kriege und militärischen Operationen der USA bis heute den Alltag vieler Menschen und werden dies auch in absehbarer Zukunft tun.

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Neu in unserer Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“
Bob Dylan - Ost-Berlin, 17. September 1987

Am 17. September vor 34 Jahren fand das legendäre Konzert von Bob Dylan in Ost-Berlin statt. In unserer Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“ wird dieses Ereignis gewürdigt. Die LZT-Broschüre von Jens Schöne kann über die Homepage der LZT bestellt werden. 

Es wurde ein Konzert der Superlative. Am 17. September 1987 pilgerten fast 100.000 Menschen nach Ost-Berlin, in den Treptower Park. Denn dort sollte geschehen, was bisher als vollkommen undenkbar galt: Bob Dylan höchstselbst würde sich die Ehre geben und sein erstes (und zugleich letztes) Konzert in der DDR spielen. Eigentlich hatte er in West-Berlin auftreten sollen, doch kurzfristig änderten sich die Pläne. Am Ende des Abends standen schließlich gemischte Gefühle: Euphorie darüber, Rockgeschichte live erlebt zu haben, und Enttäuschung über die emotionslosen Darbietungen des hochverehrten Musikers.

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Publikation
„Nicht nur der NSU. Eine kleine Geschichte des Rechtsterrorismus“ von Fabian Virchow

Die rechtsterroristische Gruppierung NSU ist in den Radikalisierungsprozessen der Thüringer Neonazi-Szene entstanden. Die  LZT-Publikation „Nicht nur der NSU. Eine kleine Geschichte des Rechtsterrorismus“ von Fabian Virchow bietet einen kompakten Überblick über die Entwicklung des NSU, seine Thüringer Vorgeschichte und das Münchener Gerichtsverfahren. In diesem November jährt sich die Selbstenttarnung des NSU zum 10. Mal. Dies sollte ein Anlass sein, sich auch im schulischen Kontext stärker mit der Geschichte des Rechtsterrorismus (und der Thüringer Neonazi-Szene) zu beschäftigen. Die LZT-Publikation bietet dafür eine geeignete Grundlage. Gerne stellen wir für Schulen die erforderliche Anzahl zur Verfügung.

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Veranstaltung
Film „Kaddisch nach einem Lebenden“ (D 1969) und Gespräch über den aus Thüringen stammenden Regisseur Karl Fruchtmann (1915-2003)

In „Jüdische Geschichte(n)“, unserer mit dem Kino mon ami 2021 veranstalteten Filmreihe zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdische Geschichte in Thüringen“, wird am 22.09. um 19:00 Uhr der Film „Kaddisch nach einem Lebenden“ (D 1969) von Karl Fruchtmann im Kino mon ami Weimar vorgestellt. Das nur äußerst selten zu sehende ARD-Fernsehspiel erzählt, wie Ende der 1960er Jahre der in Israel lebende Holocaustüberlebende Peri nach dem früher mit ihm im KZ inhaftierten Bach sucht und ihn als noch lebenden, aber psychisch versehrten Menschen wiederfindet. Der Film verfolgte zu seiner Entstehungszeit das Ziel, dem deutschen Fernsehpublikum die Folgen des Holocaust für die Opfer und das Fortwirken der Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar zu machen.

Der Regisseur des Films, Karl Fruchtmann, verarbeitete in dem Film seine eigene KZ-Erfahrung in Sachsenburg und Dachau. 1915 in Meuselwitz/Thüringen als Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren und dort relativ unbeschwert aufgewachsen, bedeutete das Jahr 1933 für ihn eine Zäsur: Seine Familie wurde verfolgt, er selbst kam ins KZ. 1937 konnte er nach Palästina fliehen. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück, wurde Regisseur und inszenierte mehr als 30 Filme für ARD und ZDF. Bereits 1981 wurde seine zweiteilige TV-Dokumentation „Zeugen des Holocaust“ gesendet, vier Jahre vor „Shoah“ von Claude Lanzmann. Nach seinem Tod 2003 nahezu in Vergessenheit geraten, erinnert die 2019 erschienene Publikation „Karl Fruchtmann. Ein jüdischer Erzähler“ an ihn. In diesem Jahr würdigte die ARD ihren früheren Mitarbeiter mit der Dokumentation „Wie der Holocaust ins Fernsehen kam“. Der Marburger Filmwissenschaftler Karl Prümm, Mitautor der genannten Publikation, wird Karl Fruchtmann vorstellen und in den Film des Abends einführen. Die diesmal zusätzlich in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora durchgeführte Veranstaltung unserer Filmreihe soll dazu beitragen, Karl Fruchtmann als bedeutenden Autorenfilmer mit Thüringer Wurzeln auch im Freistaat ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Weitere Informationen



Veranstaltung
„Der Weg nach Oobliadooh“ von Fritz Rudolf Fries

Mittwoch, 22. September, 20.00 Uhr, Trafo Jena, Nollendorfer Str.

Der Roman von Fritz Rudolf Fries ist in den frühen 60erJahren entstanden, durfte in der DDR nicht erscheinen und wurde zuerst in der Bundesrepublik 1966 veröffentlicht. Zweifellos gehört dieser Roman zu den bemerkenswerten Büchern deutscher Nachkriegsliteratur. Erzählt wird, wie sich seine Akteure einem öden Leipziger Alltag entziehen. Sie gehen nicht auf "Bitterfelder Wegen", sondern frönen ihrer Jazz-Leidenschaft. Der Roman besinnt sich auf vielfältige weltliterarische Traditionen und steckt voller Anspielungen auf Traditionen des modernen Jazz. Gegenstand der Veranstaltung ist auch das konfliktreiche Autorenschicksal von Fritz Rudolf Fries in der DDR und nach der Wiedervereinigung. Insofern ist die Veranstaltung einem besonderen Kapitel deutscher Kulturgeschichte gewidmet.

Zum Ablauf: In einem Gespräch mit der Schriftstellerin Nancy Hünger wird der Autor und Literaturkritiker Helmut Böttiger in den Roman einführen und im Laufe des Abends Auszüge vortragen. Die Jazzmusiker Günter Baby Sommer und Simon Lucaciu werden Titel spielen, auf die der Roman anspielt.

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Online-Veranstaltung
Wer hat Angst vorm Feminismus? Warum Frauen , die nichts fordern, nichts bekommen.

In ihrem Buch „Wer hat Angst vorm Feminismus? Warum Frauen , die nichts fordern, nichts bekommen.“ zeigt die junge Philosophin und Schriftstellerin Hilkje Hänel, wie Frauen oft in die sexistischen Alltagsstrukturen verstrickt sind, an denen auch viele Männer leiden. Ihr zugängliches Buch ist das Plädoyer für einen Feminismus, von dem alle etwas haben.

Diese Lesung mit anschließendem Gespräch findet am Donnerstag, 23. September 2021, 15.00 Uhr online statt. Interessierte melden sich bitte bis 22. September über die E-Mail: frauenbuero@erfurt.de  an. Sie erhalten dann einen Link zur Veranstaltung, die in Kooperation der Gleichstellungsstelle/Frauenbüro Erfurt und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen durchgeführt wird.



Tagung
Gefährdete Demokratie? Geschichtsrevisionismus, Verschwörungsmythen und Pandemie-Leugnung.

Donnerstag, 23. September, 10.00 Uhr, Zughafen Erfurt

Bei der »Querdenken«-Bewegung oder »Hygiene«-Demonstrationen finden Menschen zusammen, die früher eher selten gemeinsam auftraten. Die politischen Orientierungen dieser neu entstandenen Mischszene sind jenseits des Protests gegen die staatlichen Maßnahmen widersprüchlich. Die radikale Rechte war teils lange auf der Suche nach ihrem Standpunkt zur aktuellen Pandemie-Politik, um sich dann den Protesten anzuschließen. Sie inszeniert sich als ihr militanter Arm und sucht dabei auch die direkte Konfrontation mit der Polizei. Die unverzichtbare Abgrenzung von radikalen Rechten erodiert offensichtlich in der Gesellschaft. Radikalisierungsprozesse nach rechts sind unübersehbar.  Eine gemeinsame Tagung mit Mobit Thüringen.

Informationen, Programm und Anmeldung



Online-Buchvorstellung
Katharina Nocun: „True Facts. Was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft“

27.09.2021 | 19:00 Uhr | Anmeldung notwendig: LZT_PF@tsk.thueringen.de

Nachdem Katharina Nocun am 28.01. in einer Online-Veranstaltung ihr gemeinsam mit Pia Lamberty herausgegebenes Buch „Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“ vorgestellt hat, ist in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Thüringen ein zweites Web-Meeting via Zoom auch zum Nachfolgeband der beiden Autorinnen geplant. In „True Facts“ gehen Katharina Nocun und Pia Lamberty darauf ein, „Was gegen Verschwörungserzählungen wirklich hilft“. Im Klappentext heißt es: „Im Alltag passiert es erstaunlich oft, dass wir mit Verschwörungserzählungen konfrontiert werden. Ob mit einem Freund in der Kneipe, der über die zu erwartende ‚Impfpflicht‘ referiert, ein Kollege, der davon überzeugt ist, dass uns die ‚Lügenpresse‘ manipuliert oder der Bruder, der die ‚Pharmalobby‘ für alle Erkrankungen verantwortlich macht. Wieso ist es so schwer, in einem solchen Moment einzugreifen? Und wie kann es uns gelingen diese Aussagen als Verschwörungserzählungen zu entlarven? Mit Tipps und Strategien unserer Expertinnen gelingt dies nun mühelos.“ Nocuns Mitautorin Pia Lamberty wird auf unserer gemeinsam mit MOBIT veranstalteten Tagung „Gefährdete Demokratie? Geschichtsrevisionismus, Verschwörungsmythen und Pandemie-Leugnung“ am 23.09. im Zughafen Erfurt zum Thema „Im Feindbild vereint? Die Rolle von Verschwörungsideologien bei Querdenken und wie man damit umgehen kann“ referieren.



Veranstaltung
Internationales Symposium „Transformationserfahrungen. Lebensweltliche Umbrüche in Ostdeutschland nach 1990“ am 22./23. Oktober in Weimar und Online

Nachdem es im vergangenen ausfallen musste, freuen wir uns nun umso mehr, zum 19. Internationalen Symposium der Stiftung Ettersberg in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung einladen zu können.

Die Transformation in Ostdeutschland nach 1990 und die daraus resultierenden Erfahrungen stehen im Zentrum der Tagung.  Ziel ist es, die politikgeschichtlichen  und sozialwissenschaftlichen Untersuchungen zur Transformation um einen erfahrungsgeschichtlichen Zugang zu erweitern: Wie haben die Menschen die gesellschaftlichen Umbrüche wahrgenommen? In welcher Weise haben die vielfältigen Strukturumbrüche die Lebenswelten verändert? In wieweit und auf welche Weise versuchten sie, die Umbrüche mitzugestalten? Wie haben sie ihre jeweiligen Erfahrungen biografisch verarbeitet? Die Schwerpunkte haben wir sowohl auf die Arbeitswelt als auch auf das Privatleben gelegt und werden die Transformationserfahrungen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land beleuchten. Ausgehend von der gesellschaftlichen Bedeutung, welche die Transformationserfahrungen bis heute haben, gehen wir der Frage nach, auf welche Weise sie intergenerationell weitergegeben werden.

Aufgrund der Pandemie könnte nur 50 Personen vor Ort teilnehmen; daher besteht daher außerdem die Möglichkeit der Online-Teilnahme.

Programm und die Anmeldemodalitäten

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Impressum:

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Regierungsstr. 73 | 99084 Erfurt

Online-Redaktion: Michael Panse

Tel: 0361 / 57-3212725 | E-Mail: LZT_PF@tsk.thueringen.de

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