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Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 06/2021



Jahrestag am 11. April
Befreiung der Konzentrationslager in Thüringen

Ende Februar 1945 war das KZ Buchenwald das größte noch existierende Konzentrationslager im Deutschen Reich. Am 11. April befanden sich noch rund 21.000  im Hauptlager. In unserer LZT-Publikation „Das KZ Buchenwald 1937-1945“ von Michael Löffelsender beschreibt er auch die Endphase des KZ Systems und die Befreiung des Lagers am 11. April - von außen und von innen.

Das KZ Mittelbau-Dora wurde am 11. April 1945 befreit, als amerikanische Truppen in Nordhausen einrückten. Die  LZT-Eigenpublikation „Zwangsarbeit für den Endsieg. Das KZ-Mittelbau-Dora 1943-1945" von Jens Christian Wagner gibt einen Überblick über die Lagergeschichte. 

Das KZ-Außenlager Laura wurde gegründet, um Arbeitskräfte für das Rüstungswerk "Vorwerk Mitte Lehesten" zur Verfügung zu stellen. Über 2500 Häftlinge mussten die "Hölle im Schieferberg" erleiden. Mindestens 550 Menschen starben in Laura. Am Morgen des 13. April 1945 evakuierte die SS das Lager, fast alle Häftlinge wurden in das KZ Dachau abtransportiert, nur wenige Kranke erlebten die Befreiung durch die amerikanische Armee am gleichen Tag. Das Heft "Das KZ Laura" in unserer Reihe "Blätter für Landeskunde gibt einen Überblick über die Geschichte dieses Außenlagers von Buchenwald.



Jahrestag
Gagarin - 12. April 1961

Vor genau 60 Jahren eroberte der Mensch den Weltraum. Erst als alle Radiostationen der Sowjetunion um 10 Uhr morgens ihr Programm unterbrachen und Radio Moskau um Aufmerksamkeit bat, erfuhr der Großteil der Öffentlichkeit von einer Sensation.

„Achtung! Hier spricht Moskau! Hier spricht Moskau! Diese Meldung wird von allen Radiostationen in der Sowjetunion gesendet. Moskauer Zeit: 10 Uhr und 2 Minuten. Wir übertragen eine Mitteilung der TASS über den weltweit ersten Flug eines Menschen in den Weltraum. Am 12. April 1961 ist in der Sowjetunion das erste Sputnikschiff der Welt, „Wostok“, mit einem Menschen an Bord in einen Orbit um die Erde gestartet worden. Der Pilot-Kosmonaut des kosmischen Sputnikschiffes „Wostok“ ist ein Bürger der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Luftfahrtmajor Juri Gagarin.“

Nur eine Stunde später konnte dann auch die wohlbehaltene Rückkehr des ersten Kosmonauten der Erde vermeldet werden: Die Raumkapsel war nach einer Erdumkreisung und 108 Minuten Flugzeit um 10:55 Uhr wohlbehalten auf dem Territorium der Sowjetunion gelandet.

Die LZT hat in ihrer Reihe "Die Geschichte hinter dem Bild" die Publikation "Gagarin - 12. April 1961" im Angebot. Die Broschüre gibt ebenfalls als eBook zum downloaden.



Jahrestag - Zeitgeschichte
Vor 40 Jahren: Matthias Domaschk - Tod im Stasi-Knast

Am 12. April 1981 starb der 23 Jahre alte Jenaer Jugendliche Matthias Domaschk in der Stasi-Haft in Gera, wohin er rechtwidrig verbracht worden war.

Angeblich hatte er sich erhängt. Eine These die bezweifelt werden darf. Eine Arbeitsgruppe der Staatskanzlei unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten hat vor einigen Jahren den Sachverhalt neu untersucht.

Die Ergebnisse wurden seinerzeit in einer von der LZT herausgegebenen Broschüre dokumentiert. Nachstehender Beitrag fasst die Ergebnisse gut zusammen:

Vor 40 Jahren. Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens



Online-Veranstaltung
Gunnar Decker „Zwischen den Zeiten“. Die späten Jahre der DDR

13.04.2021 | 18:00 | Online-Veranstaltung

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrt die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen - höchst widersprüchlichen - Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 13. April 2021 um 18 Uhr in Kooperation mit Schloss Ettersburg als Online-Veranstaltung statt und wird live via Facebook und YouTube gestreamt.

Link zu YouTube



Online-Veranstaltung
Verlorene Zeit, verschwendete Jugend? - Die Corona-Krise als Herausforderung für Jugendpolitik und Jugendbeteiligung in Thüringen

15.04.2021 | 14:00 | Online-Veranstaltung

Die Online-Veranstaltung in Kooperation von Evangelischer Akademie Thüringen, Thüringer Landesjugendring und Landeszentrale soll der Verständigung darüber dienen, in welcher Weise sich Jugendpolitik und gesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Thüringen durch Corona verändert haben. In einer Einführung wird Professor Ulrich Lakemann aus Jena die aktuelle Situation insbesondere in Bezug auf kommunale Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen umreißen. Anschließend kann in drei virtuellen Räumen im World-Café diskutiert werden. Die Themen sind:

Raum 1: Wie geht Beteiligung und Jugendpolitik jetzt (auch online)?

Raum 2: Digitale Beteiligungsprozesse durch Social Media?

Raum 3: Wahrnehmung von Jugendinteressenvertretung der letzten Monate.

Abschließend werden die Diskussionsergebnisse im Abschlussplenum zusammengeführt.

Anmeldungen sind per E-Mail bis zum 13. April bei Juliane Gerhardt, Tagungsassistentin Jugendbildungsstätte Junker Jörg, Tel. 036202 / 984-35, gerhardt@ev-akademie-thueringen.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Zugangsdaten zur Zoom-Videokonferenz werden rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn bereitgestellt.



Filmstreaming und Seh-Empfehlung (Online-Abrufangebote)
Dokumentarfilm: Herr Zwilling und Frau Zuckermann (D 1999, 132 min)

Volker Koepps Film führt den Zuschauer nach Czernowitz und damit in eine Stadt, die 2018 u. a. Ziel unserer Studienreise in die Ukraine gewesen ist. Der in der Westukraine gelegene Ort war einst Zentrum jüdischer Kultur in der Bukowina, einer Grenzlandschaft, die über die Jahrhunderte vom Vielvölkergemisch geprägt war. Die jüdische Bevölkerung machte zeitweilig die Hälfte der Einwohnerschaft aus, es überlebten nur wenige die von Deutschen und Rumänen 1941 verordnete Deportation in die Lager Transnistriens. Im Mittelpunkt des Films stehen Herr Zwilling und Frau Zuckermann, die zu den letzten noch im alten Czernowitz geborenen Juden gehörten. Beide verband neben ihrer Freundschaft nicht zuletzt die deutsche Sprache. Täglich besuchte der 77-jährige Herr Zwilling in den Abendstunden die 90jährige Frau Zuckermann. Man sprach über frühere Zeiten, das gemeinsam Erlebte, über Politik und Literatur und die alltäglichen Sorgen. 1999 starb Matthias Zwilling, 2002 Rosa Zuckermann. Heute befinden sich ihre Gräber unmittelbar nebeneinander auf dem jüdischen Friedhof ihrer Heimatstadt. Mit ihren – bedeutende Aspekte der Geschichte des 20. Jahrhunderts hervortreten lassenden - Erinnerungen verknüpft der Film Episoden aus dem jüdischen Leben, das sich seit dem Ende der Sowjetunion vor 30 Jahren im heutigen Tscherniwzi wieder zu regen begann.

Der Film läuft als vierter Beitrag unserer in Zusammenarbeit mit dem Kino mon ami Weimar durchgeführten Filmreihe „Jüdische Geschichte(n)“ zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ und kann vom 21. bis 26. April kostenfrei von der Website unseres Kooperationspartners abgerufen werden.

Informationen zur Zugangsmöglichkeit und der entsprechende Link sind auf der Website www.kinomonami.de zu finden. Begleitend zum Film sei auf den Beitrag „Eine lange Nacht aus und zu Czernowitz #goeast2“ im YouTube-Kanal der Bundeszentrale für politische Bildung verwiesen, der als Live-Video im Rahmen einer im Dezember 2020 durchgeführten virtuellen GoEast-Zugreise der bpb entstand und in dem viele spannende Gäste und Experten/-innen Czernowitz (heute ukrainisch Tscherniwzi) und deren Geschichte und Persönlichkeiten (z. B. Paul Celan) in Diskussionen, Stadtrundgängen, Museumsbesuchen oder Lesungen vorstellten.

Weitere Informationen



Online-Veranstaltung
Online-Forum: Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant? Konsequenzen aus dem aktuellen Jugendbericht der Bundesregierung

27.04.2021 | 14:00 - 16 Uhr | Online-Veranstaltung

Die Landeszentrale für politische Bildung und die Evangelische Akademie haben in den letzten Jahren immer wieder zu gemeinsamen Diskussionen politischer Bildner*innen in Thüringen eingeladen, vor allem im Bereich der Rechtsextremismus-Prävention und der Demokratiebildung.  Im Mittelpunkt stehen die Konsequenzen aus dem aktuellen Jugendbericht der Bundesregierung für die politische Bildung. Diesem Thema haben wir uns bereits im Februar gewidmet. Aufgrund der sehr großen Resonanz haben wir dieses Zusatzangebot ins Programm genommen.

Ausführliche Informationen, Programm und Anmeldung

Ausführliche Informationen, Programm und Anmeldung



Neu im Angebot der LZT
Das Kriegsrecht in Polen 1981-1983

Neu in unserer Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“ ist die Broschüre von György Dalos „Kriegsrecht in Polen 1981– 1983“.
Im August 1980 begann in Polen eine Streikwelle in deren Folge die unabhängige Gewerkschaft Solidarność gegründet wurde. Vor 40 Jahren, im April 1981, drängten Juri Andropow, der Chef des KGB, und der sowjetische Verteidigungsminister Dmitri Ustinow ihre polnischen Gesprächspartner, den Vorsitzenden der PVAP Stanisław Kania und Verteidigungsminister Wojciech Jaruzelski, die Demokratie- und Protestbewegung gewaltsam niederzuschlagen. Falls erforderlich, könnten die sozialistischen Verbündeten „Truppen entsenden“.
 
Am 13. Dezember 1981 verhängte schließlich der zwischenzeitlich zum Staats- und Parteichef ernannte Armeegeneral Wojciech Jaruzelski das Kriegsrecht. 70 000 Soldaten, 30 000 Beamte der kasernierten Polizei sowie ein riesiges Aufgebot an Sicherheitskräften besetzten alle strategischen Punkte und Betriebe des Landes. Panzer rollten durch die Straßen, Hubschrauber kreisten in der Luft, Telefonverbindungen wurden abgeschaltet, Tankstellen verkauften kein Benzin an Privatpersonen. Hunderttausende Menschen gingen von den Behörden ungehindert ins Exil.

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Online-Redaktion: Michael Panse

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