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Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 07/2021


Veranstaltungsvideo online
Gunnar Decker: "Zwischen den Zeiten". Die späten Jahre der DDR


Der preisgekrönte Biograph Decker schildert das Panorama einer Übergangszeit, für die Künstler wie Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke kraftvolle Symbole schufen. Elegant verwebt er Alltags-, Wirtschafts- und Literaturgeschichte. Er zeigt, wie ein neuer deutsch-russischer Dialog zwischen Autoren wie Christa Wolf, Heiner Müller, Tschingis Aitmatow und Daniil Granin einsetzte – und wie für eine kurze Zeit, mit dem weltpolitischen Auftritt Michail Gorbatschows, der Glaube an den Sozialismus neu entfacht wurde. Die Buchvorstellung von Gunnar Decker und das Gespräch mit dem Leiter der LZT Franz-Josef Schlichting fand in Kooperation mit Schloss Ettersburg als Online-Veranstaltung statt und wurde über den YouTube-Kanal der LZT live gestreamt.

Video bei YouTube


EFD bei der LZT
Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen zum EFD bei der LZT

Die Landeszentrale für politische Bildung ist seit vielen Jahren auch Einsatzstelle für den Europäischen Freiwilligendient (EFD). Neu im Team der LZT ist für die nächsten 12 Monate die 25jährige Olena Hlushko aus Lutsk in der Ukraine. Olena Hlusko hat einen Masterabschluss in Germanistik und hat in ihrer Heimat als Englischlehrerin an einer privaten  Schule gearbeitet. Sie wird in der LZT insbesondere im Bereich der Erstellung von Publikationen tätig sein. Zu ihrer Motivation nach Erfurt zu kommen sagt sie:

„Ich bin froh, dass ich für den Europäischen Freiwilligendienst bei der  Landeszentrale für politische Bildung ausgewählt wurde. Da ich mich viel mit Bücher beschäftige, erfahre ich jeden Tag etwas Neues. Dank meiner Arbeit verbessere ich auch meine Deutsch-Kenntnisse. Ich finde, es ist sehr interessant mehr über Geschichte Deutschlands zu erfahren. Der EFD macht mir nicht nur Spaß, sondern ist auch sehr nützlich für meine Selbstentwicklung. Ich bin froh neue Erfahrung zu sammeln und diese Erfahrung beeinflussen meinen beruflichen Lebensweg auf jeden Fall.“


Ausschreibung
Erstmals Thüringer Sozialkundelehrer-Preis - Abiturpreis Sozialkunde erneut ausgeschrieben


Der Landesverband Thüringen der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) hat erstmals den Thüringer Sozialkundelehrer-Preis ausgeschrieben, um guten Sozialkunde- und Politikunterricht zu würdigen, gute Beispiele öffentlich zu machen und das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern für politische Bildung innerhalb und außerhalb der Schule zu honorieren. Die Landeszentrale begrüßt diese Initiative zur Stärkung der politischen Bildung und ist gern unterstützender Kooperationspartner.

Beim Abiturpreis Sozialkunde arbeiten wir bereits seit vielen Jahren zusammen. Die diesjährige Ausschreibung ist inzwischen erfolgt.

Beide Ausschreibungen finden Sie hier


Nachruf
Seine Stimme und seine Persönlichkeit werden fehlen - Nachruf Matthias Biskupek


Der Publizist, Satiriker und Schriftsteller Matthias Biskupek starb am 11. April 2021 im Alter von 70 Jahren an einem Krebsleiden. Die LZT verliert mit Matthias Biskupek einen sehr guten Partner. Mit sowohl warmherzigem Humor als auch intellektuellem Scharfsinn, mit sprachlicher Virtuosität genauso wie mit persönlicher Haltung und dabei "immer mit Anteilnahme, nie mit Häme" (Steffen Mensching, so zitiert im TLZ-Nachruf von Frank Quilitzsch) hat Matthias Biskupek mit spitzer Feder stets Stellung bezogen zu jenen Dingen, die ihn in unterschiedlichen Zeiten und Gesellschaften betrafen, verwunderten, aufregten oder erfreuten. Auch als Vortragender in Veranstaltungen der Landeszentrale. Wir haben mehrere seiner Bücher mit ihm vorgestellt - unter anderem seinen "Rentnerlehrling". 2019 erschien das Buch „Du mit Deiner frechen Schnauze. Renate Holland-Moritz. Anekdoten und Briefe“, welches er mit Reinhold Andert herausgegeben hatte. Anfang April sollten die beiden Autoren auf Einladung der LZT daraus lesen.

Nun ist es sein Werk, 40 Bücher, unzählige Einzelbeiträge und der Nachlass, den es zu bewahren und zu pflegen gilt.


Veranstaltungsrückblick - Präsentation
Politische Bildung – vernachlässigt, unterschätzt, doch demokratierelevant? Konsequenzen aus dem aktuellen Jugendbericht der Bundesregierung


Die Landeszentrale für politische Bildung und die Evangelische Akademie haben in den letzten Jahren immer wieder zu gemeinsamen Diskussionen politischer Bildner*innen in Thüringen eingeladen. Im Februar und April haben wir zwei Online-Workshops mit großer Resonanz durchgeführt, um über die Konsequenzen aus dem aktuellen Jugendbericht der Bundesregierung für die politische Bildung zu diskutieren. 120 Menschen aus allen Bereichen der politischen Bildung in Thüringen nahmen an den beiden Veranstaltungen teil. Der einleitende Vortrag von Uli Ballhausen (Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover  und  langjähriger Leiter der EJBW Weimar) steht nunmehr als Download zur Verfügung.

Link zur Präsentation


Neuer Podcast
„Von Gotha nach Haifa: Fritz Noack (1890-1968) - Mediziner, Sozialist und Zionist"


Fritz Noack ließ sich 1920 in Gotha nieder.  Seit 1921 war er der einzige jüdische Kreisarzt in Thüringen. Noack war Sozialist und engagierte sich in den Gothaer Arbeiterorganisationen ebenso wie in linkszionistischen Gruppen. Für seine Jugendarbeit gab er ein jüdisches Liederbuch heraus, das nach eigenen Angaben, das erste seiner Art in Deutschland war. Bisher wenig beachtet, ist die führende Rolle Fritz Noacks in der zionistischen Bewegung in Thüringen und seine überregionalen Aktivitäten in der zionistisch-sozialistischen Bewegung Poale Zion. Schon seit den 1920er Jahren mit antisemitischen Angriffen konfrontiert, erkannte er früh die nationalsozialistischen Gefahren. Nach der Machtübernahme durch die Nazis wanderte er bereits 1933 mit seiner Familie nach Palästina aus und war hier maßgeblich am Aufbau des Gesundheitswesens beteiligt. Nach der Staatsgründung wurde er  Vertreter Israels in der WHO. Judy Slivi erforscht seine Biographie und stellt im Podcast erste Ergebnisse vor.

Link zu den Podcasts


Neuerscheinung
Die Berliner Luftbrücke 1948/49


Frisch aus der Druckerei ist unsere neue Broschüre aus der Reihe „Die Geschichte hinter dem Bild“. Der Autor Walter Mühlhausen widmet sich dem Thema „Die Berliner Luftbrücke 1948/49“.
Als Reaktion auf die von den einstigen Verbündeten USA, Großbritannien und Frankreich eingeleiteten Schritte zur Gründung eines Weststaates riegelt die Sowjetunion am 24. Juni 1948 den Westen Berlins ab. Amerikaner und Briten, unterstützt von den Franzosen, kontern mit der Luftbrücke, über die sie 2,1 Mio. Berliner in ihren Sektoren versorgen. „Big Lift“ dauert über das Ende der Blockade im Mai 1949 bis in den Oktober des Jahres. Insgesamt transportieren die „Rosinenbomber“ in 277.569 Flügen 2,33 Mio. Tonnen Nahrungsmittel, Heizmaterial und Brennstoff – eine militärstrategische Meisterleistung, die zum politischen Erfolg führte.

Zur Bestellung


Ausstellung
„Wut. Mut. Hoffnung. 30 Jahre deutsche Wiedervereinigung“- Ausstellung mit Fotografien von Guntard Linde


Der Fotograf Gunthard (geb. 1939) hat die großen Veränderungen in seinem Land vom Herbst 1989  bis in die 1990er Jahre auf Kundgebungen und Demonstrationen mitverfolgt. Sein Blick richtet sich dabei auf Menschengruppen, die sich aktiv an der Neugestaltung beteiligen, die versuchen, eigene Vorstellungen in den Vereinigungsprozess einzubringen. Seine Bilder spiegeln die Erwartungen und Gefühle wieder, die sich mit dieser Aufbruchzeit verbinden. Die Serien, aus denen in der Ausstellung eine Auswahl gezeigt wird, entstanden in Berlin und Jena. (Doris Weilandt, Kuratorin). Die Ausstellung wird präsentiert vom 4. Mai bis 10. Juli 2021 in der Kulturkirche Jena-Löbstedt.

Das Buchgespräch „Wir sind ein Volk! Oder? Die Deutschen und die deutsche Einheit“ mit Freya Klier, Doris Liebermann und Lothar Tautz, welches am 6. Mai 2021 im Rahmen der Ausstellung stattfinden sollte, wird auf den 2. Juli 2021 verschoben. Diese Veranstaltung findet dann auch in der Kulturkirche Löbstedt statt.


Online-Veranstaltung
"Ich bereue nichts. Ich würde es immer wieder tun. Genau so." Sophie Scholl (geboren am 9. Mai 1921, hingerichtet am 22. Februar 1943)


9.5.2021 | 18:00 | Online-Veranstaltung

Dr. Ilse Nagelschmidt, Literaturwissenschaftlerin und emeritierte Universitätsprofessorin aus Leipzig, wird uns anlässlich des 100. Geburtstages von Sophie Scholl den beeindruckenden, kurzen Lebensweg von einer begeisterten HJ-Führerin zu einer mutigen Kämpferin gegen das Nazi-Regime näherbringen. Dieser Vortrag zu Ehren von Sophie Scholl wird sowohl auf der Basis von historischen Dokumenten der Zeit als auch persönlichen Zeugnissen im Brief und im Tagebuch das Porträt einer jungen Frau zeichnen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit des Geistes eingetreten ist. Sie wurde vier Tage nach der Verhaftung am 22. Februar 1943 enthauptet.

Der Vortrag wird am 9. Mai 2021, 18.00 Uhr über Youtube ausgestrahlt.

Vorschau: Die Biografin und Autorin Dr. Maren Gottschalk wird am 2. und 3. Juni 2021 jeweils 19.00 Uhr im Frauen- und Familienzentrum Ilmenau und in der Stadt- und Kreisbibliothek Saalfeld aus ihrem Buch „Wie schwer ein Menschenleben wiegt. Sophie Scholl“ lesen. Darüber hinaus ist sie an zwei Schulen zu Gast und bringt den Schüler*innen die Lebensgeschichte von Sophie Scholl näher.

Link zum YouTube-Kanal der LZT


Online-Veranstaltung
Ronen Steinke "Terror gegen Juden"


12.05.2021 | 19:00 | Online-Buchvorstellung

Ursprünglich waren in unserer Reihe "Das politische Buch im Gespräch" zwei Buchvorstellungen in Weimar und Nordhausen geplant, die nun zu einer Online-Veranstaltung fusioniert werden. Ronen Steinke wird sein Buch im Gespräch mit Jens Christian Wagner (Gedenkstätte Buchenwald) und Karsten Uhl (Gedenkstätte Mittelbau-Dora) vorstellen.

Als in Halle ein schwer bewaffneter Rechtsterrorist in die Synagoge einzudringen versuchte, hielt ihn nur eine schwere Holztür auf. Um diese Tür zu bekommen, die den Menschen das Leben rettete, mussten sich die Gemeindemitglieder aber ans Ausland wenden, denn der deutsche Staat wollte ihnen das nicht finanzieren. Ronen Steinke berichtet aus jüdischen Gemeinden, die um jeden Cent ringen müssen und für ihren Schutz selbst bezahlen. Er beleuchtet die Arbeit von Polizei-Ermittlern, die Gewaltopfer abwimmeln und nicht ernst nehmen. Dadurch entsteht ein großes Dunkelfeld für antisemitische Hasskriminalität. Es entsteht auch ein Raum der Straflosigkeit für die Täter, der häufig ein Moment ihrer Radikalisierung ist.

Ronen Steinke, Jurist und Redakteur der Süddeutschen Zeitung, liefert ein vielschichtiges wie beunruhigendes Porträt jüdischen Lebens in Deutschland. 

Online-Link


Online-Angebote
Seminarangebote des Erinnerungsorts Topf & Söhne:


Aufgrund der Pandemie sind derzeit unsere Projekttage am Erinnerungsort Topf & Söhne leider nicht möglich. Der Erinnerungsort bietet nunmehr drei unterschiedliche Themen für Online-Seminare an, die sich an Jugendliche der Klasse 9 bzw. 10 richten. Unter anderem gibt es auch ein Online-Seminar  zur Sonderausstellung "Wohin bringt ihr uns? 'Euthanasie'-Verbrechen im Nationalsozialismus", die von der LZT unterstützt wurde.

Weitere Informationen

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Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
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Online-Redaktion: Michael Panse
Tel: 0361 / 57-3212725 | E-Mail: LZT_PF@tsk.thueringen.de

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