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Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen 1/2022


Veranstaltungen
Neues Halbjahresprogramm erschienen


Der Beginn des neuen Jahres ist zugleich der Auftakt der neuen Programmphase: in bewährter Weise als Halbjahresprogramm, das hier einsehbar ist, aber auch gern in der Druckfassung zugesandt wird. 

Trotz der pandemischen Ungewissheit hoffen wir auf ein intensives Halbjahr für die politische Bildung; an Angeboten unsererseits mangelt es nicht.

Allein in der Reihe „Das politische Buch im Gespräch stellen wir 43 Neuerscheinungen vor – einige davon in mehreren Orten. Insgesamt behandeln wir ein breites Themenspektrum: verschiedene aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – z.B. im Zusammenhang mit der Pandemie – werden aufgegriffen, aber auch politisch-historische Themen, Jahres- und Gedenktage u.a.m. Bewährte und weiterhin nachgefragte Angebote setzen wir fort.  Wir sind in allen Regionen des Landes vertreten und auch mit Online-Angeboten präsent.

Detaillierte bzw. aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Hompage bzw. auf unseren Social-Media-Kanälen.   

Aktuelle Veranstaltungen


Publikationen zur Pandemie-Thematik


Die Pandemie hat uns leider weiter im Griff und konfrontiert uns mit wandelnden Herausforderungen. Zum Themenfeld haben wir verschiedene Publikationen im Angebot, die vergleichbare historische Phänomene behandeln, sich aber auch dem gegenwärtigen Protestgeschehen widmen.

Unsere Eigenpublikationen „Der Schwarze Tod. Die Pest in Mitteldeutschland 1349-1683“ und „Die Spanische Grippe 1918/19“ behandeln Pandemien, deren unglaubliches Ausmaß uns heute noch erschaudern lässt.

Zugleich sind die Parallelen im Hinblick auf Verlauf, Ausbreitung, Reaktionen, Deutungen und administrative Maßnahmen interessant und lehrreich. Auch damals gab es Verschwörungsvorstellungen und –erzählungen. Die gegenwärtigen werden im Heft "Verschwörungserzählungen" von Pia Lamberty vorgestellt und analysiert.

Das Buch "Querdenken. Protestbewegung zwischen Demokratieverachtung, Hass und Aufruhr" von Wolfgang Benz können wir aus rechtlichen Gründen als Verlagspublikation nur in Thüringen versenden.

Alle vier Publikationen können über die Homepage der LZT bestellt werden.

Publikationen der LZT


Online-Veranstaltung
Maren Gottschalk: Frida


Montag, 17. Januar 2022, 16:00 Uhr

Frida Kahlos Reise nach New York und Paris 1938/39 markiert einen Wendepunkt in ihrem Leben: Zum ersten Mal werden ihre Bilder außerhalb ihrer Heimat Mexiko präsentiert, und in beiden Metropolen bescheren ihr die Ausstellungen den Durchbruch: Endlich wird sie als eigenständige Künstlerin gefeiert und nicht nur als die Frau von Diego Rivera, Mexikos berühmtestem Maler, wahrgenommen.

In New York trifft Frida Kahlo auch den Fotografen Nickolas Muray wieder. An seiner Seite könnte Frida einen Neuanfang wagen, denn die Ehe mit Diego ist zerrüttet. Doch bevor Frida eine Entscheidung treffen kann, muss sie sich der Frage stellen, wer sie ist und wer sie in Zukunft sein will. Will sie ihr Leben mit Leib und Seele der Kunst widmen? Wird sie stark genug sein, sich trotz der körperlichen Beeinträchtigungen, die sie seit ihrer Jugend begleiten, für ein selbstbestimmtes Leben zu entscheiden?

In Maren Gottschalks Roman erwacht die Legende Frida Kahlo zum Leben und begegnet uns als die facettenreiche Persönlichkeit und Frau, die bis heute eine riesige Fangemeinde fasziniert.

Maren Gottschalk, Dr., wurde 1962 in Leverkusen geboren. Sie studierte in München Geschichte und Politik und promovierte über Geschichtsschreibung. Seit 1991 schreibt sie Beiträge für die WDR-Radiosendung ZeitZeichen und verfasst daneben Biographien und Romane. Sie lebt in Leverkusen und arbeitet in Köln. Mehr zu Maren Gottschalk unter
www.maren-gottschalk.de

Die Lesung findet als Webex Meeting statt. Interessierte melden sich bitte bis zum 16. Januar 2022 an unter: LZT_PF@tsk.thueringen.de.

Sie erhalten dann einen Einladungslink zum Meeting.

Weitere Informationen


Veranstaltung
Andreas Platthaus: Lyonel Feininger. Porträt eines Lebens


Montag, 17.01.2022, 19:00 Uhr, Hermsdorf, Stadtbibliothek, Am Alten Versuchsfeld 1

Er prägte das von Walter Gropius gegründete Bauhaus, dem er als einziger Meister vom ersten bis zum letzten Tag angehörte – von 1919 bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten 1933 – wie kaum ein Zweiter. Mit seinen Freunden Paul Klee und Wassily Kandinsky revolutionierte er die Kunst. Später wurde er so populär und von der Alltagskultur eingemeindet, dass man Bilder von ihm als Plakate bei einem großen schwedischen Möbelhaus kaufen konnte: Lyonel Feininger. 1871 in New York geboren, hielt er sich von seinem siebzehnten Lebensjahr an fast ein halbes Jahrhundert lang in Deutschland auf. Den Großteil dieser Zeit verbrachte er in Berlin, wo sich auch die rätselhaftesten Episoden seines Lebens abspielten. Warum blieb er, obwohl als «feindlicher Ausländer» registriert, während des Ersten Weltkriegs? Und warum verließ er, obwohl mit einer Jüdin verheiratet und Vater dreier Söhne, Nazi-Deutschland erst 1937? In der Persönlichkeit des Malers spiegelt sich das Dilemma einer doppelten Exil-Existenz im 20. Jahrhundert. Andreas Platthaus, der für dieses Buch zahlreiche Archivbestände auswerten konnte, erzählt das Leben eines Mannes, der sich im steten Zwiespalt zwischen amerikanischem und deutschem Selbstverständnis befand.

Andreas Platthaus, geboren 1966 in Aachen, hat Philosophie, Rhetorik und Geschichte studiert. Er leitet das Ressort «Literatur und literarisches Leben» der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», für die er seit 1992 schreibt, und ist Autor zahlreicher Bücher, darunter die große Darstellung der Völkerschlacht bei Leipzig, «1813», die lange auf der «Spiegel»-Bestsellerliste stand, und das Amerika-Porträt «Auf den Palisaden». Andreas Platthaus lebt in Leipzig und Frankfurt am Main.

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Online-Veranstaltung
Online-Buchvorstellung mit Tobias Ginsburg: Die letzten Männer des Westens. Antifeministen, rechte Männerbünde und die Krieger des Patriarchats


Mittwoch, 19. Januar 2022, 18.30 Uhr

«Der westliche Mann wird unterdrückt und verweiblicht, er ist vom Aussterben bedroht.» So klingt der immer lauter werdende Kriegsschrei der Antifeministen, der zu einem Mantra einer erstarkten Rechten geworden ist. Man hört ihn von hyperaggressiven Maskulisten und hasszerfressenen Internet-Hetzern, von testosteronverklebten Sexisten und neurechten Frauenhassern. Tobias Ginsburg hat sich ihnen ein Jahr lang undercover angeschlossen, um herauszufinden, wo diese Ängste und all der Hass herrühren.


Seine Recherche führt ihn quer durch Deutschland und das Internet, in die USA und nach Polen. Er trifft auf rechtsradikale Burschenschafter und faschistische Rapper, auf Online-Trolle und Offline-Schläger, Incels und Identitäre, lässt sich zum «wahren Mann-Sein» anleiten und begleitet muskelbepackte Neonazis bei der Rekrutierung junger Männer. Und schließlich stößt er auf ein international agierendes Netzwerk antifeministischer Fundamentalisten. Eine beklemmende wie komische Recherche-Reise in eine zutiefst gefährliche Welt mitten unter uns.

Tobias Ginsburg ist Autor und Regisseur. Er studierte Dramaturgie, Literaturwissenschaft und Philosophie. 2016 war er Fellow des Hanse-Wissenschaftskollegs, 2020 erhielt er das Grenzgänzer-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung. Im März 2018 erschien Ginsburgs Buch „Die Reise ins Reich. Unter Reichsbürgern.“, das 2021 in einer stark erweiterten Neuausgabe unter dem Titel „Die Reise ins Reich. Rechtsextremisten, Reichsbürger und andere Verschwörungstheoretiker“ wiederveröffentlicht wurde.

Die gemeinsame Buchvorstellung mit Mobit wird auf den Facebookseiten beider Veranstalter gestreamt.

Weitere Informationen


Veranstaltung
Martin Debes: Demokratie unter Schock. Wie die AfD einen Ministerpräsidenten wählte


Mittwoch, 2. Februar 2022, 18:00 Uhr, Erfurt, Haus Dacheröden, Anger 37

Die Bundesrepublik erbebte, als in Thüringen am 5. Februar 2020 - also vor zwei Jahren - Thomas Kemmerich mit Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Das Land wurde in seine schwerste politische Krise seit 1990 gestürzt. Die CDU wechselte ihre Führung in Berlin und Erfurt aus, sie zog die Grenzlinie zur AfD neu und duldete gleichzeitig erstmals eine Linke-geführte Landesregierung.

Wie kam es zu dieser historischen Zäsur? In seinem Buch zeigt Martin Debes, dass die Wahl Thomas Kemmerichs aus der Überforderung des etablierten Parteiensystems resultierte.

Es versagte beim Umgang mit einer völlig neuen Mehrheitssituation. Weil sich die alten Lager gegenseitig lähmten, konnte die AfD das Landesparlament vorführen. Dieses Buch leuchtet die Ereignisse auch an jenen Stellen aus, die bislang im Dunkeln oder im Halbschatten blieben. Die konspirativen Treffen, die geheimen Absprachen, die privaten Textnachrichten, die internen Protokolle, die verborgenen Motivlagen: Erst diese Informationen und Details lassen ein annähernd vollständiges Bild der Ereignisse entstehen.

Martin Debes, geboren 1971 in Jena, arbeitet als Chefreporter für die Zeitungen der FUNKE Mediengruppe in Thüringen. Er ist Autor einer unautorisierten Biografie über die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die 2014 im Klartext Verlag erschein.

Anmeldung erforderlich unter: LZT_PF@tsk.thueringen.de

Veranstaltungsflyer

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Online-Redaktion: Michael Panse
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